DVD-Tipps für Brenner, Player & Medien
Diese Programme sparen Arbeit

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Ärger mit zu wenig Speicherplatz kennt jeder, der schon einmal Filme auf
DVD brennen wollte. Shrink-Programme lösen das Problem ohne neues,
zeitaufwendiges Encoden.

DVD-Tools

DVD-Tipps für Brenner, Player & Medien

Warum gibt es ständig neue Versionen von DVD-Software?
DVD-Programme erfassen im ersten Schritt die Daten vom DV-Band, vom
Fernseher oder von anderen DVDs. Es folgt das so genannte Authoring der
DVD. Das ist die Herstellung von Menüs in vielen Varianten sowie Kapiteln
zur schnellen Navigation im Film. Schließlich brennt der Anwender das
Ergebnis als Video-DVD. Das sind komplizierte Schritte, die die Hersteller
preiswerterer Software, etwa der Ulead Filmbrennerei (circa 50 Euro), nur
schrittweise von einer Version zur nächsten verwirklichen. Wer alles auf
einmal haben will, muss zu einer Profilösung wie Sonic Scenarist für
mehrere tausend Euro greifen. Dazwischen gibt es viele Abstufungen mit
unterschiedlichem Funktionsumfang. Zudem ist der Markt heiß umkämpft, so
dass Hersteller die Käufer über den Preis gewinnen müssen. Viele Updates
sind dabei kostenlos, um die Anwender, also die eigenen Kunden, nicht zu
verschrecken.

Welche DVD-Tools muss man einfach haben?
Viele Aufgaben erledigen bereits Freewareprogramme. Zunächst erfasst
Software, die zum Beispiel bei MPEG-Box oder DV-Kamera dabei ist, das
Ausgangsmaterial. Freeware bereitet es dann auf. TV-Aufnahmen demuxt etwa
ProjectX oder PVAstrumento. Damit daraus eine DVD wird, kann das Authoring
zum Beispiel mit der Freeware Ifoedit erfolgen. Gerade bei DVB-Streams ist
dies ein guter, schneller Weg. Werbung entfernt das ebenfalls kostenlose
MPEG2schnitt.

Welche DVD-Programme kosten Geld? Muss das sein?
Sind schöne Menüs erwünscht, reichen Freewaretools nicht mehr. Dann bieten
sich zum Beispiel TMPGEnc DVD Author von Pegasys (68 Dollar), My DVD 5
Deluxe von Sonic (63 Dollar) oder DVDlab (100 Dollar) an. Das Authoring
liefert einen Video_TS-Ordner als Ergebnis, den danach ein Brennprogramm
wie Nero auf Video-DVDs bannt.


DVD testen

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Wie kann ich eine DVD vor dem Brennen testen?
Wer seine DVD vor
dem Brennen ausführlich testen möchte, um Rohlinge zu sparen, kann mit der
Freeware Imgtool von Coujo ein Image schreiben. Daemon Tools sind in der
Lage, solche Image-Dateien zu mounten. Einen Funktionstest führt dann ein
Softwareplayer wie Cyberlinks Power DVD durch wenn das Video läuft, kann
der Anwender die DVD gefahrlos brennen.

Wie untersuche ich
MPG-Dateien?

Zur Analyse des MPEG-2-Streams bietet sich Bitrate
Viewer an. Er zeigt genau an, welche Bitrate der untersuchte Film zu einem
bestimmten Zeitpunkt verwendet; daraus ergeben sich dann Rückschlüsse auf
die Qualität der Bildspur. Die Tonspur muss vorher demuxt sein.


Welches Authoring-Programm ist das beste?

Für etwas
anspruchsvollere Projekte ist DVDlab zurzeit eine sehr gute Lösung. Es
erlaubt eine gute Menügestaltung mit diversen Vorlagen, ist einfach zu
bedienen und es gibt eine deutschsprachige Anleitung für die ersten
Schritte (www.mediachance.com). Fortgeschrittene Funktionen sind dort
ebenfalls erklärt, allerdings in englischer Sprache. Bei Untertiteln sowie
einer zweiten Tonspur muss DVDlab passen wie die meisten Programme in
diesem Preissegment.


Maximale Größe einer DVD

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Wie groß darf meine DVD werden?
Eine DVD4 fasst 4,37 GByte und
nicht 4,7 GByte, wie auf der Verpackung steht. Darüber hinaus ist auf den
meisten DVD-Rohlingen aufgedruckt, dass sie eine Kapazität von 120 Minuten
haben. Auch das ist falsch. Eine Video-DVD ist ein Datenträger wie eine
große CD, und was darauf abgelegt ist, muss keineswegs maximal 120 Minuten
lang sein. Speichert man zum Beispiel VCD-konforme Streams oder
DivX-Filme, kann die Kapazität leicht zehn Stunden überschreiten.


Warum ist die DVD immer zu groß für den Rohling?

Wenn verschiedene
Programme aus identischem Material unterschiedlich große DVDs erzeugen, so
liegt fast immer ein Fehler vor. Beliebt ist zum Beispiel eine WAV-Tonspur
statt einer kleineren AC3- oder MPA-Datei (das sind die drei erlaubten
Tonformate bei DVDs). Besonders im Niedrigpreisbereich finden sich
Programme, in die man einfach per Drag and Drop einen Film zieht. Heraus
sollte eine DVD kommen, doch das klappt oft nicht. Denn diese Programme
kommen häufig nicht mit den Formaten zurecht und zeigen nur selten
sinnvolle Fehlermeldungen an. Auf der sicheren Seite sind Benutzer, die
Bild- und Tonspuren getrennt verarbeiten und wissen, in welchen Formaten
sie vorliegen. Wenn die Daten zu groß für eine DVD sind, gibt es zwei
Möglichkeiten: Das Eindampfen des Video_TS-Ordners mit einem so genannten
Compressed Domain Transcoder (CDT) oder neues Berechnen mit einem
MPG-Encoder unter Verwendung einer geringeren Bitrate.


Filme schrumpfen

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Wie kann ich Filme schrumpfen?
Der erste Fall ist einfach,
schnell zu erledigen und sogar kostenlos: CDT DVD Shrink zum Beispiel ist
ein Freewaretool zum Eindampfen zu großer Filme. Eigentlich ist es dazu
gedacht, DVD 9 auf DVD 4 zu kopieren. Natürlich kann das Programm Projekte
auch nur wenig schrumpfen, dann ist der Qualitätsverlust nicht so groß.
Als bester Verkleinerer gilt Pinnacle Instant Copy 8. Die Beurteilung der
Qualität ist auf jeden Fall schwierig bis unmöglich und muss an dieser
Stelle den Profis überlassen bleiben. Für den Hausgebrauch reicht der
Sichttest am TV. Es sollten möglichst keine Verblockungen („Klötzchen“)
auftreten, die vor allem in dunklen Szenen, bei schnellen Bewegungen und
bei Feuer, bei Nebel oder bei Rauch auftreten. Zudem muss die Bildschärfe
überzeugen.

Wie sehr darf ich eindampfen?
Beim der
Verkleinerung erzeugen alle CDTs mehr oder weniger Blockartefakte und
andere Störungen, sofern man es übertreibt. Als Faustregel gilt hier:
Nicht mehr als 30 Prozent verkleinern, sonst entstehen zu viele
Bildfehler! Das zweite Kriterium ist die Rechengeschwindigkeit. Je kleiner
der Anwender seinen Film haben möchte, desto länger dauert es. Bei maximal
30 Prozent sind 30 bis 60 Minuten für den kompletten Vorgang, ohne
Brennen, auf einem halbwegs schnellen Rechner (AMD Athlon 2000) üblich.


Film-DVD kopien

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Wie funktioniert das Verkleinern?
CDT-Programme wenden einen
Trick an, um eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen, die so
genannte Re-Quantisierung. Das geht allerdings auf Kosten der
Bildqualität. Ein erneutes Encoden liefert immer bessere Bilder,
allerdings dauert es deutlich länger als das Schrumpfen.

Wie
kopiere ich eine Film-DVD auf einen Rohling?

Für Pinnacle Instant
Copy (PIC), und für fast alle anderen CDTs auch, muss die DVD als IFO-,
BUP- und VOB-Dateien auf der Festplatte liegen es sind also entsprechende
Vorarbeiten nötig. Der übliche Weg besteht aus zwei Schritten: Zuerst
erzeugt der Anwender aus dem Video_TS-Ordner ein Image mit den gewünschten
Inhalten, das er im zweiten Schritt neu brennt. Zunächst wählt er für die
IFO-Datei der Ausgangsdaten natürlich Image und stellt ein, dass die
Software ein PDI-Image auf der Festplatte anlegen soll. Erst dann
erscheinen die Einstellungen für den Eindampfvorgang.
Eigentlich macht
PIC alles automatisch richtig, und heraus kommt ein Image, das der
Benutzer erst einmal ansehen kann, bevor er es brennt. Das spart Rohlinge.
Falls bestimmte Inhalte wie Menüs, Extras, Tonspuren und anderes nicht
erwünscht sind, wählt er sie in PIC ab und spart dadurch Platz für den
Hauptfilm. Dafür ist die Kopiermethode Angepasstes Resize zuständig. In
diesem Modus zeigt PIC nach einer kurzer Datenanalyse die Title-Sets der
DVD. Das Programm bietet die Möglichkeit, für jedes Title-Set Ton- und
Untertitelspuren abzuwählen. Extras und Trailer befinden sich in eigenen
Title-Sets. Entfernen ist also problemlos möglich.


Infoedit und Rejig

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Authoring mit Ifoedit
Wer aus einer MPG-Datei eine DVD machen
will, der erreicht sein Ziel am schnellsten mit Ifoedit. Den MPG- oder
PVA-Film demuxt er zum Beispiel mit PVAstrumento, wählt in Ifoedit DVD
Author/Author new DVD und fügt Bild- und Tonspur hinzu.


Authoring mit Rejig

Compressed Domain Transcoder, also
CDT-Programme, setzen DVD-Strukturen voraus. Sie arbeiten mit IFO- und
VOB-Dateien, die sich auf üblichen Video-DVDs finden. Was macht man aber,
wenn die SVCD oder VCD nicht auf die CD passt und grade keine überlangen
CDs zur Hand sind? In diesem Fall hilft Rejig (www.rejig.org). Rejig ist
ein ebenfalls kostenloses Eindampfprogramm, das aber beliebige MPG-Dateien
verkleinert, also zum Beispiel auch SVCDs.


DVD-Patcher

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Patchen mit DVD Patcher
Nicht immer liegen Filme in
DVD-gerechter Auflösung vor. Dann müsste man den Film neu encoden, um dem
DVD-Standard zu genügen. Die Auflösung steht im Header einer Datei; sie
ist dort änderbar. Dieses Patchen führt DVD Patcher durch: Bevor eine
MPG-Datei in das Authoring-Programm gelangt, ändert DVD Patcher die
Auflösung auf den nächstkleineren Wert. Dieser wäre bei einer nicht
normgerechten Auflösung von 480 x 576 zum Beispiel 352 x 576. Danach
gelingt der Import in das Authoring-Programm, das nun denkt, der Film habe
die richtige Auflösung.
Nach dem Authoring patcht der Anwender die
entstandenen VOB-Dateien wieder auf die Originalgröße von 480 x 576
zurück, damit auch der DVD-Player die richtigen Werte bekommt. Dieser muss
natürlich die „krumme“ Auflösung abspielen können fast alle modernen
Player sind dazu jedoch in der Lage. Das Patchen dient im Grunde nur zum
Import in die meist strengen Authoring-Programme.


Größe der Bitrate

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Wann ist ein MPEG-Encoder erforderlich?
Möchte man 8 GByte
Filmdaten auf die Hälfte reduzieren, ist das Ergebnis nach einem
Schrumpfvorgang nicht mehr schön anzusehen, denn zu viele Bildfehler
stören den Filmgenuss. In solchen Fällen muss der Encoder mit einer
niedrigeren Bitrate erneut an den Film. Neben der Auflösung ist die
Bitrate der qualitätsbestimmende Faktor. Sie legt fest, wie lang ein Film
sein kann, damit er noch auf eine DVD passt. Zur exakten Berechnung der
Bitrate gibt es Bitratenrechner. Einer der besten ist Fit2disc (kostenlos
unter http://shh.dvdboard.de).

Wie groß sollte die Bitrate sein?
Die Bitrate einer DVD ist inklusive aller Spuren auf maximal 9,8 MBit/s
festgelegt. Darin enthalten sind Ton- und Untertitelspuren sowie ein
gewisser Muxing-Overhead, der aber klein ist. Zudem geht immer etwas
Speicher für Menüs verloren. Was eine „gute“ Bitrate ist, darüber streiten
sich selbst Profis. Ab 4000 kBit/s (kbs) ist die Qualität sehr gut. Zum
Vergleich: SVCDs, die ja wie DVDs auch MPEG-2-Dateien sind, liegen maximal
bei circa 2500 kbs, VCDs sogar nur bei ungefähr 1150 kbs. Natürlich kann
man die Bitrate auch bis zum Anschlag hoch drehen, dann sind die Filmdaten
aber größer. 60 Minuten Film mit 4000 kbs CBR-encoded ergeben circa 1,72
GByte, auf eine DVD passen also ungefähr 120 Minuten mit 4000 kbs oder 240
Minuten mit 2000 kbs alles natürlich bezogen auf MPEG-2-Dateien.
DivX-Filme kommen mit 1000 kbs oder noch weniger aus. Die Spieldauer liegt
dann schon in der Nähe von 480 Minuten oder mehr; die Zehn-Stunden-Marke
ist da nicht weit entfernt.

Was ist der Unterschied zwischen CBR
und VBR?

CBR steht für konstante Bitrate, VBR für variable Bitrate.
Alle Encoder bieten diese beiden Modi. Bei CBR verbrauchen die Filmdaten
immer gleichmäßig viel Bitrate, egal ob gerade mehr oder weniger passiert.
Bitratenfresser sind Szenen mit viel Bewegung, die fast immer verwischen,
wenn man sich die Einzelbilder ansieht. Solche Abschnitte benötigen eine
sehr hohe Bitrate; ruhige Szenen, wie zum Beispiel Standbilder oder
Zeitlupenaufnahmen, brauchen dafür sehr wenig Bitrate. Dem jeweiligen
Bitratenbedarf einer Szene trägt die VBR-Kodierung Rechnung. Hier versucht
der Encoder die Bitrate optimal zu verteilen. Dafür benötigt er mehrere
Durchläufe, zwei oder mehr so genannte Passes. Grob geschätzt dauert jeder
Pass gleich lang, so dass ein 2-Pass-Encoding etwa doppelt so lange dauert
wie ein CBR-Encoding, das grundsätzlich 1-Pass ist.


MPEG-Encoder

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Welcher MPEG-Encoder ist der beste?
Die Auswahl hängt vom
eigenen Geldbeutel und vom Einsatzzweck ab. Wer viel Platz hat und gerne
viele teure DVD-Rohlinge kauft, encoded CBR mit hohen Bitraten. Dafür gibt
es preiswerte Programme wie Cinema Craft Encoder (CCE) Basic (100 Dollar),
der noch dazu rasend schnell ist; allerdings beherrscht er kein VBR.
Preiswert, aber langsam ist TMPGEnc (circa 70 Dollar). In diesem Bereich
ist auch Mainconcept Encoder (www.mainconcept.de, circa 150 Euro)
angesiedelt, deutlich teurer liegt Canopus Procuder (www.canopus.de, ab
500 Dollar). Für den Hausgebrauch hat sich TMPGEnc etabliert, zumal es
viele Einstellungen bietet.

Wie gut sind MPG-Plug-ins und
Komplettlösungen?

SVCD-Plug-ins, wie es sie zum Beispiel für Nero
gibt, können normgerechte SVCDs erzeugen. Das Ergebnis ist aber oft nicht
zufrieden stellend. Das liegt meist daran, dass der MPG-Encoder nicht
besonders gut ist. Hier ist allerdings Besserung zu erwarten, da auch die
preiswerten Zugabe-Encoder immer besser und schneller werden. Gegen einen
TMPGEnc-, CCE-, Mainconcept- oder Canopus-Encoder kommen aber die meisten
Komplettlösungen bisher nicht an.

Wie baue ich weitere Tonspuren
in fertige DVDs ein?

Manchmal ist es sinnvoll, eine zweite Tonspur
einzubauen. Das kann etwa eine Kommentarspur zum Originalton, ein zweiter,
fremdsprachiger Track oder die Kommentarspur eines Hörfilms sein. Das
gelingt mit einem einfachen Trick: Der Anwender muxt die beiden Tonspuren
und die Bildspur in Ifoedit und importiert das Ergebnis dann in DVDlab.
Wenn die Spuren DVD-konform sind, sollten dabei keine Fehler auftreten und
ein erneutes Encoding nicht nötig sein.


MPG-Videos kopieren

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Wie kopiere ich MPG-Videos von SVCDs?
Bei SVCDs (oder VCDs oder
MVCDs) darf man nicht einfach die MPG-Dateien mit dem Explorer auf die
Festplatte kopieren. Hier helfen Tools wie VCDeasy oder VCDgear. Diese
Programme entfernen die so genannten Riff-Header aus der DAT-Datei der CD,
die sonst zu unschönen Bildfehlern beim Abspielen mit dem DVD-Player
führen (die Datei schrumpft dadurch leicht). Keinesfalls sollte der
Anwender die DAT-Datei einfach in MPG umbenennen. Dieser häufig gemachte
Fehler ist nicht am PC erkennbar, denn dort spielt ein Software-Player die
MPEG-Filme mit Riff-Header fehlerfrei ab.

Wie brenne ich
TV-Aufnahmen auf DVD?

Digitale Fernsehaufnahmen, also DVB-Streams,
eignen sich wunderbar, sie schnell und in hoher Qualität auf DVD zu
archivieren. Die Aufnahme kann in MPEG 2 oder PVA erfolgen. Dabei
schreiben Aufnahmeprogramme den gesendeten Stream direkt auf die
Festplatte. Die Bitraten sind fast immer DVD-konform (maximal 9,8 MBit/s
insgesamt), aber die Auflösungen nicht. 480 x 576 ist zum Beispiel ein
beliebtes Sendeformat. Solche Auflösungen patcht DVD Patcher. Ifoedit
konvertiert sie dann zur DVD. Oft passen zwei Spielfilme auf eine DVD. Ein
Menü ist mit DVDlab oder TMPGEnc DVD Author in Minutenschnelle angelegt.


Wie kann ich Aufnahmen direkt am DVD-Player abspielen?

Auch hier hilft
meist die Holzhammermethode: Aufnahmen in MPEG 2 einfach als ISO-Datei
brennen. Manche DVD-Player mögen die Scheibe allerdings nicht und ruckeln.
Dann hilft nur eine echte DVD.


TV-Aufnahmen brennen

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Wie brenne ich analoge TV-Aufnahmen?
Analoge Aufnahmen sind im
Unterschied zur DVB-Welt die reine Qual. Der beste Weg scheint hier immer
noch über Virtual Dub mit einem verlustfreien Plug-in wie dem
Huffyuv-Codec zu führen. Während der Aufnahme ist der Rechner dabei in der
Regel zu nahezu 100 Prozent ausgelastet, so dass gerade keine Dropped
Frames entstehen. Die Aufnahme selbst ist leicht 30 bis 50 GByte groß und
erfordert hinterher eine Umrechnung ins Endformat. Der Aufwand ist
gigantisch, das Ergebnis mager. Alternativ ist die Aufnahme direkt in DivX
möglich, und das geht selbst auf etwas älteren Rechnern. Allerdings ist
die Qualität dieser 1-Pass-Encodings schlecht (digitale Videorekorder
verwenden üblicherweise 1-Pass-DivX).

Wie benutze ich
DVD-Rohlinge wie Festplatten?

Eine Anwendung, die bei der CD noch
einen schlechten Ruf hatte, ist das Packetwriting. Dabei nutzt das
Betriebssystem die DVD wie eine Festplatte dementsprechend ist nur der
Einsatz von RW-Medien wirklich sinnvoll. Alle großen Brennprogramme
unterstützen Packetwriting auf DVD, darüber hinaus gibt es zahlreiche
weitere Tools. Das Packetwriting-Programm sitzt meistens im Systemtray und
wartet darauf, dass der Anwender Dateien darauf ablegt. Die Software
schreibt sie dann auf DVD. Diese Technik ist inzwischen sehr stabil, aber
nicht die schnellste.

Wie kopiere ich alte VHS-Aufnahmen auf DVD?
Das Gleiche gilt für VHS-Kopien auf DVD. Der Computer muss das analoge Signal
umständlich digitalisieren. Allerdings gibt es eine Anzahl Filter, welche
die Bildqualität erhöhen können.


Interlaced-Material bei DivX

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Wie behandle ich Interlaced-Material bei DivX?
Ein Nachteil von
DivX ist das schlechte De-Interlacing. DV-Aufnahmen sind immer interlaced,
deswegen eignet sich solches Material nicht für DivX. Zwar kann der
Encoder selber de-interlacen und es gibt wirklich zahllose
De-Interlace-Filter , aber MPEG 2 ist MPEG 4 in dieser Disziplin doch
deutlich überlegen.

MPG-Header mit Restream patchen manche
Fehler sind so korrigierbar.

Dieser kleine Trick muss nicht
unbedingt helfen, da solche Bildstörungen auch andere Ursachen haben
können. Restream patcht auch andere Sachen wie Auflösung,
Bildwiederholrate (wichtig für NTSC-PAL-Konvertierung und umgekehrt) oder
16:9-Flag, falls der Film Eierköpfe hat. Restream ändert dabei immer nur
Werte im Header; die eigentlichen Filmdaten bleiben erhalten. Aus einem
falschen Encoding wird durch das Patchen kein richtiges, aber als Trick
kann es manchmal hilfreich sein.

TV-Aufnahmen als PVA oder MPEG
Für digitale TV-Aufnahmen kommt entweder das MPG-2- oder das PVA-Format in
Frage. Für welches Format man sich entscheidet, hängt davon ab, welche
Tools man einsetzen möchte beziehungsweise was auf einem System überhaupt
lauffähig ist. Bei PVA gibt es PVAcut und ProjectX, um zu schneiden.
PVAstrumento führt (wie ProjectX) Reparaturen am Stream durch. Wer mit PVA
nicht zurechtkommt, setzt MPEG 2 ein, das aber eher ein Endformat ist,
denn die Verarbeitung von MPEG-2-Dateien ist nicht einfach.

Autor: swasi
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