Siebel-Gründer tritt zurück

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Der Gründer des CRM-Unternehmens übergibt die Unternehmensführung an
einen IBM-Topmanager. Im Internet wird fälschlicherweise Siebel mit
Diebold verwechselt und daraufhin gemunkelt, der wahre Grund für den
Rücktritt seien Probleme mit angreifbaren Wahl-Computern.

Thomas M. Siebel, Gründer und langjähriger Chef des Software-Hauses
Siebel Systems, tritt zurück. Wie die US-Wirtschaftszeitung Wall Street
Journal heute berichtet, wird er von J. Michael Lawrie, einem Topmanager
von IBM als President und Geschäftsführer abgelöst. Eine offizielle
Bekanntmachung durch das Unternehmen wird noch für den heutigen Tag
erwartet.

Siebel muss sich bei dem Anbieter für Customer
Relationship Management-Software künftig mit dem Posten des President
ohne Befehlsgewalt zufrieden geben. Warum Siebel zurücktritt, wurde
nicht bekanntgegeben – was sofort zu einer Reihe von – unbewiesenen –
Vermutungen der in Verschwörungstheorien erfahrenen
Internet-Diskussionsgruppen-Nutzer führte.
Interessnt dabei die
Verwechslung von Diebold und Siebel – letztere mussten vor kurzem mit
einem Skandal um angreifbare Wahl-Computer rechnen.

Wechsel an
der IBM-Spitze
IBM hatte heute bereits angekündigt, dass Siebels
Nachfolger Lawrie das Unternehmen verlassen würde. Lawrie war zuvor bei
IBM Senior Vice President für Worldwide Sales und Distribution. IBM hat
nun im gleichen Zug sein Top-Management weitgehend umgestellt, nachdem
Michael Lawrie seinen Wechsel zu Siebel Systems ankündigte.

Die
Umstellungen kamen ebenso wie die Umbesetzung der Siebel-Führung
überraschend. Nach Angaben des IBM-Vorstandes sei aber durch den Wechsel
eine höhere Integration bei der Leitung der verschiedenen
Unternehmensbereiche erreicht worden. (mk)

Weitere Infos:

Wall Street Journal


Siebel Systems

IBM

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