IT-Unternehmen: Kaum Schaffung von Arbeitsplätzen geplant

Allgemein

Absatzsteigerungen sind auch bei geringen Neueinstellungen möglich,
meinen die meisten der befragten Unternehmen.

In zahlreichen Führungsetagen der international wachstumsstärksten
High-Tech-Unternehmen herrscht derzeit vorsichtiger Optimismus. Laut
einer neuen Studie der Consultants von Deloitte, die man heute in
München vorlegte, beurteilen Unternehmenschefs die Chancen für
Umsatzsteigerungen und die Aussichten für einen globalen
Konjunkturaufschwung in den kommenden zwölf Monaten positiv. Etwa 55
Prozent der Befragten beabsichtigen, weniger als 25 Stellen zu schaffen,
bei weiteren 25 Prozent sollen es gerade einmal maximal 50 Stellen
werden.

Die Vorstände und Geschäftsführer verfolgen weiterhin den
bisherigen Wachstumskurs, setzen dabei aber auf eine vorsichtigere
Strategie. Umsatzziele und Marktanteilssteigerung haben zwar klare
Priorität vor Kostensenkung und Cash-Flow-Management, bei moderaten
Einstellungsplänen streben die CEOs aber vor allen Dingen profitables
und nachhaltiges Wachstum an.

Fast 75 Prozent der Befragten
schätzen die Chancen des eigenen Unternehmens auf hohe Wachstumsraten in
den kommenden zwölf Monaten als “sehr zuversichtlich” oder “extrem
zuversichtlich” ein. Weniger als 15 Prozent sehen nachhaltiges
Umsatzwachstum durch wirtschaftliche Faktoren gefährdet – im letzten
Jahr waren es noch mehr als doppelt so viel.

Deutliche Abkehr
von Goldgräbermentalität der späten 90er

“Die meisten gehen
davon aus, dass der Löwenanteil des Wachstums aus bestehenden
Geschäftssegmenten und nicht aus Fusionen und Übernahmen resultieren
wird. Das ist eine deutliche Abkehr von der Goldgräbermentalität der
späten 90er Jahre”, so Dieter Schlereth, geschäftsführender Partner von
Deloitte.

Noch im letzten Jahr bezeichneten 58 Prozent der
Befragten CEOs aus Nordamerika das Cash-Management als größte
finanzielle Herausforderung. Aktuell sind es nur noch 25 Prozent.
Weltweit hat sich das Thema Umsatzsteigerung für 50 Prozent aller
Unternehmenschefs als wichtigstes Ziel herauskristallisiert,
einhergehend mit einer Optimierung der Vertriebs- und Marketingstrategie
als größte operative Herausforderung.

Das Internet unterstützt
dabei die Rationalisierung von Geschäftsprozessen, fördert die
Zusammenarbeit zwischen Geschäftspartnern und hilft, neue Märkte und
Geschäftsmodelle zu schaffen. Über 14 Prozent der befragten Unternehmen
sind direkt in Internet-bezogenen Branchen tätig; fast alle nutzen das
Internet zur Verbesserung der von ihnen angebotenen Produkte und
Dienstleistungen.

“In den Führungsetagen der High-Tech-Industrie
hat man aus dem letzten Boom-Bust-Zyklus einiges gelernt. Man hat sich
geschworen, nicht noch einmal dieselben Fehler zu machen”, so Frank M.
Hülsberg, Partner Technology, Media and Telecommunications bei Deloitte.
“Der Schwerpunkt liegt jetzt auf Profitabilität, Klasse statt Masse bei
der Rekrutierung neuer Mitarbeiter und auf der Vermeidung eines
neuerlichen technologischen Hype. Der Härtetest steht natürlich noch
aus. Es wird sich zeigen, ob die Unternehmenschefs bei anziehender
Weltkonjunktur und zunehmender Kapitalverfügbarkeit am Markt gelassen
bleiben.” (mk)
(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

Deloitte Deutschland

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