IT Strategie
Spezialisierung im Outsourcing-Bereich

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Europäische Firmen, die ihre IT-Funktionen outsourcen, nehmen immer mehr
Abstand davon, alles mittels umfangreicher Verträge nach außen zu
verlagern. Stattdessen suchen sie nach kleineren spezialisierteren
Verträgen, wie die IT-Beratungsfirma TPI International meint.

IT Strategie

Die jüngste Untersuchung von TPI deutet darauf hin, dass die Tendenz zum
Outsourcen von Geschäftsvorgängen bei Firmen dazu geführt hat, sich auf
kleinere Verträge mit spezifischen Zielen zu konzentrieren. “Wir sehen
einen größeren Schwerpunkt bei der selektiven Betrachtung des
Outsourcing, eine fokussiertere Perspektive”, stellt Duncan Aitchison,
Managing Director von TPI, fest.

Im ersten Quartal 2004 gehörte
zu 65 Prozent der europäischen Kontrakte über das Outsourcing von
Geschäftsprozessen laut der Studie von TPI auch das Customer
Relationship Management (CRM). Bei 15 Prozent ging es um Finanz- und
Verwaltungsfunktionen, bei sechs Prozent um Human Ressources (HR).

Durch diesen neuen Ansatz ist das Feld möglicher Partner für die Einkäufer von
Dienstleistungen weiter geworden. Als potentielle Outsourcing-Partner
gelten jetzt immer mehr Anbieter von Nischen-Dienstleistungen, die sich
auf ganz bestimmte Arten von Outsourcing spezialisiert haben.

IT-Manager suchen nach Partnern, die Expertise in Bereichen wie CRM und
Human Ressources Management bieten, erklärt Aitchinson. “Die Unternehmen
möchten, dass die Entwicklung von Anwendungen mit ihren
Geschäftsprozessen verknüpft ist”, fügt er hinzu. “Das hat die Tür für
Nischen-Player geöffnet. Allerdings benötigen diese immer noch eine
globale Präsenz, um ihre Preise wettbewerbsfähig zu halten.”

Obwohl Kosteneinsparungen ein wesentliches Anliegen für Unternehmen
bleibt, die ihre IT-Funktionen outsourcen, gab es bei überraschend
wenigen der europäischen Outsourcing-Verträge ein Offshore-Element in
Europa waren es lediglich 20 Prozent im Unterschied zu 69 Prozent
weltweit. Ein Grund für diese niedrige Zahl in Europa könnte in der
Zögerlichkeit von Firmen liegen zuzugeben, dass sie Offshore-Firmen
benutzen, meint Jack Benton, Vice President Marketing bei TPI. “Bei den
Verträgen, die wir gesehen haben, nimmt die Bandbreite der Aufgaben zu,
die offshore erledigt werden. Dazu gehören Anwendungsentwicklung und
Geschäftsabläufe, bei denen es um Transaktionen geht.”

Die
Erkenntnisse von TPI beruhen auf einer Kombination der Verträge, an
denen die Firma gearbeitet hat, mit verfügbaren Marktdaten. Die Studie
bewertet 51 Verträge zwischen Januar und April 2004 mit einem
Gesamtumfang von 9,9 Milliarden Euro.