AMD kündigt Opteron mit Dual-Kern und neue Geschäftsstrategie an

KomponentenWorkspaceZubehör

Der Chip-Hersteller AMD will in der zweiten Hälfte des Jahres 2005 seine
erste Opteron-CPU mit zwei Kernen auf den Markt bringen. Zudem will man
mit preiswerten Produkten für Entwicklungsländer Intel angreifen.

Die Rechenleistung des Server-Chips soll durch die zwei Kerne deutlich
gesteigert werden, sagte Konzernchef Hector Ruiz auf der gestrigen
Jahreshauptversammlung von AMD. Eine vergleichbare CPU für
Desktop-Rechner könne ebenfalls hergestellt werden. Ob dieser Chip
jedoch wirklich auf den Markt kommen wird, will der Vorstand erst
entscheiden, wenn genaue Analysen über die Nachfrage vorliegen.

Der Opteron mit Dual-Core soll dabei vollständig kompatibel zu den
bisherigen CPUs sein. So können die Prozessoren einfach in bestehende
Systeme integriert werden. “Das heißt, Nutzer eines Zwei-Wege-Servers
können diesen mit dem Dual-Core-Opteron ausrüsten und erhalten praktisch
ein Vier-Wege-System zum Preis eines Dual-CPU-Rechners”, sagte Ruiz.

Eine Verbesserung des Weltmarktanteils gegenüber Intel will der Chiphersteller
durch die aggressive Entwicklung von Produkten erreichen, die mit
niedrigen Preisen auch in Entwicklungsländern einen Massenmarkt
erreichen können. “Es gibt 600 Millionen Menschen, die das Internet
nutzen, aber 6 Milliarden, die es gern nutzen würden”, so Ruiz weiter.
Dieses Potenzial will AMD ausnutzen.

So will der Konzern bereits
in Kürze eine Technologie vorstellen, die unter dem Codenamen Emma
entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein System-on-Chip, das in
Geräten von der Größe einer Zigarettenschachtel zum Einsatz kommen soll.
Diese werden mit einem Bildschirm und einer Tastatur verbunden und
ermöglichen den Zugang zum Internet. Das integrierte
Embedded-Betriebsystem enthält verschiedene Netzwerkprotokolle und einen
Browser. Der Preis soll bei unter 200 Dollar liegen. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

AMD

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen