RealNetworks setzt auf Windows Media bei Musik-Downloads

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Nachdem RealNetworks ein Kooperationsangebot von Apple abgelehnt hat,
will das Unternehmen künftig auch Songs im Windows-Media-Format
anbieten. Die zur Zeit laufende Schadenersatzklage gegen Microsoft sieht
man dabei nicht als Hindernis.

Der Streaming Media-Anbieter RealNetworks wird in seinem
Online-Music-Shop Rhapsody zukünftig neben dem offenen Format AAC auch
Microsofts Windows-Media-Format einsetzen. Der Schritt wurde bereits
erwartet, nachdem Apple-Chef Steve Jobs ein Kooperationsangebot mit dem
Unternehmen ausgeschlagen hatte. Firmenchef Rob Glaser hatte für diesen
Fall eine Zusammenarbeit mit Microsoft angekündigt. Durch die
Wahlmöglichkeit sollen Nutzer eine größere Auswahl erhalten, welchen
portablen Player sie einsetzen wollen, sagte Glaser laut einem Bericht
der US-Tageszeitung Seattle Post Intelligencer am Rande der gestrigen
Bilanzpressekonferenz.

Es gehöre zur Philosophie von
RealNetworks, dem Kunden möglichst universell einsetzbare Produkte
anzubieten, so der Firmenchef weiter. Noch vor zwei Wochen wollte das
Unternehmen jedoch Apples iPod zum Standard-Player für Rhapsody erklären
und ausschließlich das AAC-Format in Verbindung mit der DRM-Technologie
FairPlay aus Cupertino einsetzen.

Wann WMA-Songs auf der
RealNetworks-Plattform verfügbar sein werden steht bisher noch nicht
fest. Sowohl der Streaming-Media-Anbieter als auch Microsoft kündigten
jedoch bereits an, an einer schnellen Umsetzung zu arbeiten.

Die
Schadensersatzklage Reals gegen den Redmonder Software-Konzern mit einem
Streitwert von einer Milliarde Dollar sei kein Hinderungsgrund für die
Zusammenarbeit, hieß es. Microsoft wird dabei der Missbrauch der
dominanten Stellung bei Betriebssystemen zur Verdrängung von
Konkurrenten im Media-Player-Segment vorgeworfen. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

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