Laut eBay-Betriebsrat sind alle Mitarbeiter zufrieden

Allgemein

Nächste Runde in der Auseinandersetzung zwischen eBay und Verdi: Das
Online-Auktionshaus verweist auf eine Umfrage, nach der die Mehrheit der
Mitarbeiter zufrieden mit den Arbeitsbedingungen ist.

In einem ungewöhnlichen Vorstoß hat sich Branson Gatewood, der
Betriebsratsvorsitzende des Online-Marktplatzes eBay Deuschland, hinter
die eigene Geschäftsleitung gestellt. Im Gegensatz zu den vehementen
Kritiken, die Mitarbeiter auf der Online-Plattform epay.tv geäußert
hatten, gäbe es nach seiner Lesart gar keinen Grund zur Klage, weil “die
Mehrheit der Mitarbeiter mit den Arbeitsbedingungen zufrieden sind”
teilte Gatewood mit.

Anlass ist die von der Gewerkschaft Verdi
unterstützte unabhängige Mitarbeiter-Plattform ePay, auf der die
Beschäftigten in einer Meinungsumfrage “permanente Überwachung und
Kontrolle durch die Software Activity Manager, ein autoritäres
Betriebsklima, ausufernde Arbeitszeiten und unterdurchschnittliche
Bezahlung” beklagt hatten. Alles Unsinn, so die Lesart des Betriebsrats,
der sich gleich nach dem Bekannt werden der Gewerkschaftsumfrage schon
einmal in einem gemeinsamen Statement an die eBay-Mitarbeiter gewandt
hatte. Darin betonen sie, “weder der Betriebsrat noch das
Leadership-Team” unterstützten die Umfrage. Und weiter: “Wir sehen die
Art und Weise, auf die der Fragebogen verteilt wurde, als bedenklich und
in keinster Weise den eBay-Values entsprechend an.”

Sogar die
Richtigkeit der Ergebnisse der von ePay durchgeführten
Mitarbeiterbefragung bezweifelt Gatewood: “eBay hat kürzlich eine
anonymisierte Mitarbeiterbefragung zur Arbeitssituation bei eBay
durchgeführt. Ein erster Einblick in die vorläufigen Ergebnisse zeigt,
dass die Mehrheit der Mitarbeiter mit den Arbeitsbedingungen zufrieden
sind.”

Für Sandra Goldschmidt von Connexx.av, dem Bereich Neue
Medien der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, ist die Haltung des
Betriebsrats “unverständlich, aber auch nichts neues. Er stellt sich
nicht den Problemen der Beschäftigten, weshalb sich viele von ihm nicht
richtig vertreten fühlen”, sagte sie. Dies sei auch der Grund gewesen,
warum man ihn nicht in die Umfrageaktion mit einbezogen habe. Für die
Gewerkschaftler, die sich an der Aktion beteiligt haben, sei dies auch
eine notwendige Frage der Vertraulichkeit und des Schutzes gewesen. Fest
steht für sie, das dass einzige Ziel der Gewerkschaft sei, die
Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessern. Wenn sich die
Geschäftsleitung davon angegriffen fühlt, sei man wohl auf dem richtigen
Weg. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

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