Linux-Streit: AutoZone setzt auf Verzögerungsstrategie

BetriebssystemOpen SourceSoftwareWorkspace

AutoZone, das erste Unternehmen, das Linux benutzt und Ziel einer
Lizenzklage von SCO wurde, will die juristische Auseinandersetzung auf
die lange Bank schieben: So lange der Prozess gegen IBM nicht
entschieden sei, sei völlig unklar, um was es SCO eigentlich gehe.

AutoZone, ein Auto-Ersatzteilhändler aus Memphis, Tennessee, war im März
von SCO verklagt worden, da die Firma Linux einsetzt. Da SCO auch
bereits mit IBM und Red Hat im Clinch liegt, hat AutoZone beantragt, das
Verfahren auszusetzen, bis im IBM-Fall eine Entscheidung gefallen ist.
Das Red-Hat-Verfahren wurde aus dem gleichen Grund bereits vertagt.
AutoZone fordert außerdem, dass SCO seine Ansprüche detailliert darlegt.

Bei diesen juristischen Vorgeplänkeln geht es offenbar darum, Strategien
festzulegen: Während SCO mit der Klage gegen AutoZone offenbar versucht,
Linux-Endkunden zu verschrecken, will IBM als finanzkräftiges
Unternehmen das Verfahren auf sich ziehen, um gegebenenfalls mit SCO auf
einen langen Instanzenweg zu gehen. (dj/dd)

Weitere Infos:

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SCO

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