Britische Organisation bekämpft Mail-Müll in China

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Die Anti-Spam-Organisation Spamhaus weitet ihre Aktivitäten nach China
aus. Der Grund: Das Land nimmt direkt nach den USA den Platz Nummer 2
als Spam-Quelle ein.

Dass China nicht nur in Sachen Internet-Zensur, sondern auch beim Spam
eine führende Negativrolle spielt, liegt daran, dass die meisten ISPs
des Landes kaum auf die Strategien der Spammer vorbereitet sind. Nach
Angaben von Spamhaus lassen bereits 80 Prozent aller Spammer Websites in
China hosten. Mit Hilfe von Firewalls sorgen sie dafür, dass die ISPs
nicht feststellen können, welchen Geschäften sie in Wahrheit nachgehen.

Die in der Regel in den USA sitzenden Spam-Versender bezahlen üblicherweise
einem chinesischen Staatsbürger 300 US-Dollar, damit er für 3 Dollar
eine Website bei einem chinesischen Provider einrichtet; wird diese
geschlossen, wechselt er zu einem der unzähligen anderen Anbieter.
Spamhaus hat daher eine chinesische Site eingerichtet und will den
asiatischen ISPs die Methoden der Spammer erläutern, um sie effektiv zu
bekämpfen. (dj/mk)

Weitere Infos:

Spamhaus

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