Stromausfälle in Taiwan behindern TFT-Hersteller

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Wegen häufiger Stromausfälle befürchtet die Industrie Engpässe bei der
TFT-Glassubstratproduktion. Weil in Taiwan auch US-Unternehmen und
Koreaner produzieren, könnten mittelfristig die gesunkenen TFT-Preise
wieder steigen.

Ein Spannungsabfall im Stromnetz des taiwanischen Technologieparks
Tainan südlich von der Hauptstadt Taipeh hat am vergangenen Freitag zu
Verlusten in Höhe von zehn Millionen Neuen Taiwanischen Dollars geführt.
Nicht mehr ganz so dramatisch klingt dies, wenn man es in Euro
umrechnet: Rund 250.000 Euro sind aber immer noch ein Problem.

Unter den “Opfern” war unter anderem die taiwanische Fabrik des
US-Konzerns Corning, der seine Herstellung von TFT-Glassubstraten wegen
Fehlfunktionen seiner Schmelzöfen unterbrechen musste.

Der
asiatische IT-Dienst DigiTimes berichtete Anfang der Woche, dass dies
die bereits schwierige Versorgungslage mit Glassubstraten weiter
verschlechtern könnte. Weitere betroffene Unternehmen waren Helix
Technology, Coretronic und West Electric.

Der bereits dritte
Vorfall in diesem Monat im Business-Center von Tainan folgt mehreren
Ausfällen im Hsinchu Science Park. Hier klagten diverse Chiphersteller
über Ausfälle in Höhe von 38 Millionen Euro. In Hsinchu werden weltweit
die meisten Notebooks und Handys hergestellt.

Die Hersteller
teilten inzwischen der Redaktion der DigiTimes mit, dass sie überlegen,
in Zukunft Schadensersatzansprüche an den taiwanischen Stromversorger
Taiwan Power zu stellen. (mk)

Weitere Infos:

DigiTimes


Corning

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