Geldgeber BayStar fordert neues SCO-Management

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Das Unternehmen soll sich ausschließlich auf Prozess gegen IBM
konzentrieren und von den Privatklagen gegen Linux-Nutzer ablassen,
fordert die Investmentgruppe, die sich vor kurzem schon teilweise aus
dem finanziellen Engagement zurückgezogen hatte.

Eine Woche nach dem Teilrückzug der Investitionen in SCO hat sich die
Investmentgruppe BayStar Capital erstmals zu Wort gemeldet und fordert
einen kompletten Wechsel des Managements bei dem Software-Unternehmen.
BayStar verlangt eine vollständige Konzentration auf den Rechtsstreit
der SCO mit IBM, so ein gestern veröffentlichter Bericht in
US-Branchendiensten. “Wir glauben, sie müssen ihre Führungsgremien mit
Leuten verstärken, die Erfahrung in rechtlichen Auseinandersetzungen
haben”, sagte BayStar-Sprecher Bob McGrath. Vor allem müsse die
Außenkommunikation wieder “businesslike” werden. Für eine Konzentration
auf den Prozess sei weiterhin ein Rückzug aus dem Unix-Geschäft
sinnvoll, hieß es weiter.

Sollte SCO auf die Forderungen einer
Umstrukturierung des Managements und der Unternehmensstrategie eingehen,
sei BayStar bereit, sein Investment weiterzuführen, so McGrath. Die
Investmentgesellschaft forderte am vergangenen Freitag wegen
Vertragsverletzung sofort 20 Millionen Dollar plus Zinsen aus dem
50-Millionen-Dollar-Investment in SCO zurück.

Unterdessen
besetzte SCO nach der Aktionärsversammlung am Dienstag den Posten des
Finanzchefs neu. Der bisherige CFO Bob Bench wird ein letztes Jahr bis
zum Ruhestand als Vice President für das Unternehmen tätig sein.
Nachfolger wird Bert Young, der bereits bei LANDesk Software erste
Erfahrungen in dieser Aufgabe sammelte und in gleicher Position bei
Whitman-Hart den Bankrott der Unternehmensberatung marchFIRST
mitverantwortete, die als eine der größten Pleiten der Dotcom-Ära gilt.
(mk)
(
de.internet.com
– testticker.de)

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