Microsoft kauft sich aus weiterem Rechtsstreit frei

PolitikRecht

“Microsoft wäscht schmutzige Wäsche”, umschrieb die britische Presse den
jetzt beendeten Rechtsstreit. Denn das beendete “Suit” (das Wort heißt
gleichzeitig “Rechtsstreit” und “Anzug”) wird nun mit dem besten
Waschmittel der Welt bereinigt: Geld.

Die Sammelklage von Konsumenten gegen Microsoft im US-Bundesstaat
Minnesota ist beendet. Dies gab der Redmonder Riese heute bekannt. Man
habe sich geeinigt, obwohl die endgültigen Konditionen der Vereinbarung
noch nicht ausgearbeitet sind, hieß es in einer offiziellen
Stellungnahme. Ein Gericht muss aber im frühen Sommer noch über die
Zulassung des Kompromisses entscheiden.

Die vorangehende
gerichtliche Auseinandersetzung hätte sicher noch mehrere Wochen
gedauert, heißt es in US-Medien. Die Anwälte der Konsumenten hatten 505
Millionen Dollar gefordert, nachdem Microsoft in der Zeit von 1994 bis
2001 seine Macht missbraucht haben soll, um überhöhte Preise von Kunden
zu verlangen.

Microsoft hatte in ähnlichen Fällen Rechtsstreits
außergerichtlich beenden können, in Minnesota aber nicht. Bisher
beharrten die Kläger auf 505 Millionen US-Dollar Schadensersatz, die
Rechtsabteilung des Konzerns konnte bislang keine Annäherung erzielen.
Nun sieht es so aus, als ob Geld porentief rein wirkt und auch hier dem
Software-Konzern eine weiße Weste beschert. (mk)

Weitere Infos:

Microsoft

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen