Politikerin fordert Rückumschlag für Werbe-CDs

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Loni Hancock, Politikerin der Demokratischen Partei in den USA, möchte
den Massenversand von Werbe-CDs einschränken. Anbieter sollen einen
frankierten Rückumschlag beilegen, damit der geplagte Bürger die CDs
zurückschicken kann.

Der Rücksendevorschlag für Werbe-CDs ist nichts Neues für die Deutschen:
AOL hat sich hierzulande verpflichtet, Werbe-CDs zurückzunehmen. In den
USA fordert eine Politikerin erst jetzt eine ähnliche Vorgehensweise.
Während sich der deutsche Ableger des Online-Dienstes gegenüber dem
Bundesumweltamt verpflichtet hat, die lästigen Werbescheiben
zurückzunehmen, macht AOL in den USA noch Probleme.

Kein Wunder:
Die Zugangs-CDs werden in den USA millionenfach verbreitet. Eine
Rücknahme würde das Unternehmen teuer zu stehen kommen. Dabei war die
Aktion der Politikerin nicht nur für AOL gedacht. Doch der Anbieter mit
den meisten versendeten Silbescheiben fühlte sich angegriffen und
reagierte prompt. So ein Gesetz würde mehr Schaden anrichten als Nutzen
bringen, wetterte AOL-Sprecher Nicholas Graham. Es sei mit ungeahnten
Konsequenzen für Verbraucher und Unternehmen in Kalifornien zu rechnen.

Dem setzt die Politikerin klare Umwelt- und Personenschutzgedanken entgegen:
Die CDs seien nicht nur unerwünscht bei den Verbrauchen, sondern würden
durch Entsorgung mit dem Hausmüll noch 400 Jahre unzersetzt in den
Mülldeponien lagern. Zudem sei für die Produktion der Datenträger Rohöl
in großen Mengen nötig – ein Argument, mit dem man in den USA auch
Menschen überzeugen kann, die keine Umweltschützer sind. (mk)


Weitere Infos:

Website der Politikerin


AOL

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