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Instant Messaging im Kampf gegen Spam

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Spam wird zunehmend auch über Instant Messaging-Netzwerke verschickt,
wie neuere Untersuchungen zeigen. Um dieser Entwicklung zu begegnen,
entwickeln nun auch IM-Anbieter entsprechende Technologien, die
unerwünschte Nachrichten identifizieren sollen.

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Spam wird zunehmend auch über Instant Messaging-Netzwerke verschickt,
wie neuere Untersuchungen zeigen. Um dieser Entwicklung zu begegnen,
entwickeln nun auch IM-Anbieter entsprechende Technologien, die
unerwünschte Nachrichten identifizieren sollen.

“Spim”
greift Firmennetze an

Instant Messages, die Spam – oder
“Spim” – enthalten, werden allmählich zu einem Problem, das den Einsatz
der IM-Technologie im Geschäftsbetrieb zunehmend bedroht. Wie eine
aktuelle Recherche der Radicati Group ergab, wird sich die Anzahl der
Spim-Nachrichten von 400 Millionen im Jahr 2003 auf 1,2 Billionen in
diesem Jahr erhöhen.

“Im regulären E-Mail-Betrieb haben sich die
Leute schon mit Spam-Filtern und dergleichen ausgerüstet. Jetzt wechseln
die Spammer in den IM-Bereich”, meint die Chefin Sara Radicati, und
mahnt, dass wirksamere Systeme zur Gegenwehr dringend erforderlich seien.

Obwohl der ganz normale Wahnsinn täglicher Spam-Mails in Billionen-Höhe beim
Instant Messaging noch nicht erreicht ist, leiten ISPs erste Schritte
zum Schutz von IM-Benutzern ein.

Alle Anbieter kämpfen
gegen das Problem

Ein Sprecher von Microsoft kommentiert
die Situation: “Die überwiegende Mehrzahl aller Klagen von Kunden
betrifft zwar normale Spam-Nachrichten, doch man beschwert sich auch
zunehmend über Spim. Wir haben bereits Initiativen zur Behebung des
Problems gestartet.”

MSN Messenger 6.1 blockiert standardmäßig
IM-Nachrichten von Leuten, die nicht zu den Kontakten des Benutzers
gehören. Auch wird, wenn ein Benutzer einen Kontakt hinzufügt, die
jeweilige Person benachrichtigt, damit sie einwilligen oder ablehnen
kann.

Jessie Anderson, Sprecherin von Yahoo, meinte, “Mit dem
Yahoo Messenger haben die Leute Spam noch nicht als ernsthafte Bedrohung
erfahren. Das Tool bietet Methoden an, die Absender-Muster und bestimmte
Gewohnheiten von Spammern identifizieren.”

Yahoos IM-Service ist
in der Lage, “bots” zu erkennen, Programme, die “als notorische Spammer
im IM-Netz gelten”, erklärt Anderson. Wenn so ein bot identifiziert ist,
deaktiviert Yahoo dessen Yahoo-ID. Auch werden bei Yahoo häufig die
Protokolle aktualisiert, so Anderson, und ältere Versionen nicht unnötig
lang unterstützt. Dies ist ebenfalls hilfreich im Kampf gegen Hacker.

AOLs IM-Client enthält das Tool IM Catcher, das Nachrichten von unbekannten
Sendern sperrt und separat ablegt, so dass sie noch einmal überprüft
werden können. Die Inhalte werden jedoch nicht gefiltert.

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