US-Justiz fordert weitere Zugeständnisse von Microsoft

Software

Um die Auflagen des Monopolprozesses im Jahr 2001 zu erfüllen, soll
Microsoft mehr Quellcode offen legen und diesen besser dokumentieren.

Die US-Justiz hat den Software-Konzern Microsoft aufgefordert,
Konkurrenten einen umfassenderen Einblick in die Windows-Quellcodes zu
gewähren. Dies umfasst Wettbewerber, die aufgrund der Einigung im
Monopolprozess im Jahr 2001 Zugriff auf die Sourcen erhalten sollten.
Laut einem gestern veröffentlichten Bericht des US-Justizministeriums
sei auch die Verfügbarkeit von Dokumentationen zu den Quellcodes nicht
ausreichend, um Konkurrenten einen tieferen Einblick zu geben.

Bei den offen gelegten Quellcodes handelt es sich zumeist um die
Implementierung von Netzwerk-Protokollen. Die genauere Kenntnis der
Software-Architektur soll es anderen Software-Herstellern ermöglichen,
Server zu entwickeln, die ebenso performant mit Windows-PCs
zusammenarbeiten wie vergleichbare Microsoft-Produkte. Bereits im
letzten Bericht, der alle zwei Monate die Umsetzung der Vereinbarungen
zwischen den Parteien kontrollieren soll, hatten die Justiziare beklagt,
dass die Lizenzbedingungen Microsofts zu streng seien und deshalb nur
sehr wenige Firmen von der Möglichkeit eines Einblicks in den
Windows-Quellcodes Gebrauch machten. Die Lizenzvereinbarungen wurden
daraufhin geändert.

In Reaktion auf den aktuellen Bericht
kündigte Microsoft in einer Stellungnahme stereotyp an, auch “weiterhin
voll mit den Behörden zu kooperieren”. Die Dokumentationen sollen
entsprechend den Anforderungen überarbeitet werden. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

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