3D-Grafikkarten mit Wasser
Wassserkühlung onboard

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Die beste Kühlleistung haben Grafikkarten mit Wasserkühlung. Der
Aufpreis dafür ist enorm, doch es lohnt sich. Die niedrigere
Betriebstemperatur ermöglicht höhere Taktraten und damit höhere Leistung.

Aufpreis 300 Euro

3D-Grafikkarten mit Wasser

Mit ordinärem Luftkühler kostet die 1800 XP gut 300 Euro weniger. Der
Aufpreis zur Wasserkühlung ist also heftig. Dafür gibt es hochwertige
Komponenten: Der Kühlkörper kommt von Innovatek, die Pumpe von Eheim.
Zusätzlich gibt es einen Radiator mit starkem 120-mm-Lüfter. Die Power
mit 12 Volt und das Wasservolumen sollten reichen, um zusätzlich eine
CPU zu kühlen. Allerdings ist der Lärmpegel unerträglich; empfehlenswert
wäre, die Stromversorgung auf 5 oder 7 Volt zu drosseln.
Unser
Testmodell ist komplett verschraubt. Wer das Produkt neu kauft, bekommt
einen Riesenkarton und eine Montageanleitung. Der Kühlkörper deckt GPU
und Speicherbausteine der Grafikkarte ab, der Rücken wird passiv
gekühlt. Die Bauhöhe ist nur einen Slot hoch. Wer Wasser mag, wird die
Vorteile der Kühlung schnell bemerken. Andere Hersteller legen mit
lautem Lüftergeräusch und 49° C Betriebstemperatur los, Gainwards 1800
XP startet mit 29° C.


Höhere Taktraten

3D-Grafikkarten mit Wasser

Durch die bessere Kühlleistung erlaubt Gainward mit Garantie höhere
Taktraten: GPU 550 statt 475 MHz, Speicher 1050 statt 950 MHz. Damit
schlägt Gainward alle normalen Modelle mit Geforce FX 5950 Ultra im
Quality-Modus um zwei Prozent. Fairerweise sei erwähnt, dass alle
Nvidia-Karten mit 5950 Ultra diese Taktraten erlauben. Allerdings steigt
die Betriebstemperatur dadurch an. Kaputt kann man die Karten eigentlich
nicht kriegen, da alle Nvidia-Chips ab FX 5800 sich vor Überhitzung
schützen und automatisch heruntertakten. Im Zweifelsfall verlieren Sie
stets die Garantie, wenn der Hersteller nicht, wie es Gainward macht,
ausdrücklich die Übertaktung der Grafikkarte erlaubt.
Die Radeon 9600
von Creative Labs ist ein paar Prozent langsamer als eine Geforce 4Ti
4200, unterstützt dafür DirectX-9-Grafikeffekte. Der Geforce FX 5700
Ultra liefert endlich genug 3D-Beschleunigung, um mit ATIs Radeon 9600
XT mithalten zu können. Beide Chips mit Platine kosten um die 180 Euro.
Während Albatrons Luftkühlung 2+1-Backup-Technologie hörbar die Luft
verwirbelt, kommt die Asus Radeon 9600 XT trotz höherem GPU-Takt mit
erträglichem 40-mm-Standardgebläse aus. Für gleichwertige 3D-Performance
bekommen FX 5700 Ultra und Radeon 9600 XT eine Referenz.


Spartipp

3D-Grafikkarten mit Wasser

Ein Spartipp ist der Radeon 9800 Pro mit 128 oder 256 MByte. Er ist nur
etwas langsamer, aber 100 Euro billiger als die neue XT-Variante.
Lüftersteuerung und mehr Takt bekommen Sie erst mit der Asus Radeon 9800
XT. Die Oberklasse bei Nvidia ist der Geforce FX 5950 Ultra. Das kleine
Kraftpaket powert mit 475 MHz, der Speicher mit 950 MHz.
Die
Lautstärke haben Nvidia und die einzelnen Hersteller immer noch nicht im
Griff. Zwar ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem FX 5900 Ultra
zu hören, die Geräuschquelle Grafikkarte muss man dennoch in dieser
Chipkategorie fest einkalkulieren. Die Zwei-Slot-Lösung mit
Abluftschacht von PNY ist leiser als Leadteks 60-mm-Lüfter. Die A380 von
Leadtek bringt die Lüfterdrehzahl im 2D-Modus sofort auf hörbare Touren.
PNY wird erst unter 3D-Last lauter. Gainward bietet ein Modell mit
Wasserkühlung an und garantiert höhere Taktfrequenzen von
Grafikprozessor (GPU) und Speicher. Topleistung bringt der Geforce FX
5900 XT ein Test dazu kommt in einer der nächsten Ausgaben.