Musikindustrie will Musik-Downloads teurer machen

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Dem Wall Street Journal zufolge überlegt die internationale
Musikwirtschaft, ihre Preismodelle für Musik-Downloads zu verändern. 99
Cent pro Song sind den Unternehmen zu billig.

Die kostenpflichtigen Musik-Downloads sind in den USA deshalb so
erfolgreich, weil sie legal und noch dazu bezahlbar sind – und weil der
Nutzer auswählen kann, was er hören will. Das gefällt der Musikindustrie
nicht, berichtet die Wirtschafts-Tageszeitung WSJ. Diesem zufolge wollen
die fünf größten Musikverlage die Download-Preise erhöhen, um
CD-Abverkäufe nicht mit Downloads aus dem Internet zu gefährden. Die
Plattenbosse denken an Song-Preise zwischen 1,25 und 2,99 US-Dollar.

Als eigenständiges Produkt habe man die 99-Cent-Musikstücke ohnehin nie
geplant, denn das decke nicht die Kosten für die Download-Plattformen,
argumentieren die Musik-Manager. “Alles Blödsinn”, kontern
Web-Dienstleister und Musikkäufer: Die Plattenbosse hätten nur ihre
Kostenkontrolle nicht im Griff – und das Verständnis für den Konsumenten
schon gleich gar nicht.

Weil die US-Mutterfirmen nun
zurückrudern, könnte die geplante Preiserhöhung den Start der deutschen
“Phonoline” bereits im Keim ersticken und die Internet-Nutzer wieder in
die illegalen Welten des kostenlosen Dateitauschens zurückwerfen. Mit
“selbst schuld” liefert ein Teilnehmer eines deutschen Musik-Weblogs das
passende Schlusswort. (mk)

Weitere Infos:

Wall Street Journal

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