Auch AMD legt Patentstreit gegen Zahlung bei

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Nachdem sich bereits Intel mit Intergraph geeinigt hatte, will nun auch
AMD einen Rechtsstreit um Prozessoren gegen Geld beenden. Mit einer
Zahlung von 25 Millionen US-Dollars sind die Ansprüche an Intergraphs
Clipper Prozessor geklärt.

Das einstige Hardware-Unternehmen Intergraph kann sich freuen. Nach dem
Geldsegen aus dem Hause Intel will nun auch AMD Geld bezahlen, um
Rechtsstreit mit dem frühen Entwickler von leistungsfähigen CPUs
beizulegen. 25 Millionen Dollar werden über die nächsten vier Jahre
hinweg bezahlt, damit AMD alle Rechte an Intergraphs
“Clipper”-Prozessor-Patenten erhält. Intergraph lässt danach von allen
Ansprüche ab.

Die Summe setzt sich zusammen aus 10 Millionen
Dollar in bar plus 2 Prozent der Gewinne aus dem Prozessorverkauf in der
Zeit von 2005 bis 2007. Da der Betrag auf eine Obergrenze von maximal 5
Millionen Dollar pro Jahr begrenzt wurde, übersteigen die Kosten in
dieser Zeit die 25 Millionen nicht.

Der Clipper-Prozessor wurde
einst für Highend-Workstations entwickelt, wechselte jedoch im Jahr 1993
in die Produktpalette von Intel. Allerdings blieben die Patente
großteils bei Intergraph. Damit konnte das Unternehmen Klagen gegen
Intel und AMD, gegen Dell, Gateway und Hewlett-Packard erheben.
Intergraph ist längst aus dem Hardware-Geschäft ausgestiegen und
verdient nun sein Geld vor allem mit der Lizenzierung seiner Patente,
Services und Software. (mk)

Weitere Infos:

Intergraph-Pressemitteilung zur AMD-Vereinbarung


AMD

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