US-Gericht lehnt Antrag SCOs auf Abweisung der RedHat-Klage ab

BetriebssystemOpen SourcePolitikRechtSoftwareWorkspace

RedHat versucht per Gericht durchzusetzen, dass SCO keine unbewiesenen
Behauptungen über Linux und OpenSource abgeben darf. Ein Antrage auf
Klageabweisung seitens SCO wurde nun abgelehnt.

Das Bezirksgericht des US-Bundesstaates Delaware hat einen Antrag des
Software-Hersteller SCO zur Abweisung der Klage des Linux-Distributors
RedHat abgelehnt. RedHat hatte dem Unternehmen in einer im August
eingereichten Klage vorgeworfen, “unbewiesene und unwahre Statements”
über RedHat Linux und die Integrität des Entwicklungsprozesses von
OpenSource-Software zu verbreiten. Dies teilte das Gericht gestern in
Dover, der Hauptstadt Delawares, mit. Die Höhe des Streitwerts wurde
bisher noch nicht genannt.

In dem Prozess will RedHat beweisen,
das Linux keinen gestohlenen Quellcode von UNIX enthält, und zugleich
die Marke Linux nach dem bundesstaatlichen Lanham Act durch eine
einstweilige Verfügung vor Beschädigungen schützen. Der Rechtsstreit
zwischen den beiden Firmen wird jedoch vom Gericht als schwebendes
Verfahren angesehen, bis eine Entscheidung im Prozess SCOs gegen IBM
gefallen ist. So soll eine doppelte Beweisaufnahme vermieden werden.

SCO behauptet, dass IBM den Programmierern des Linux-Kernels unberechtigten
Zugriff auf Quellcodes von Unix gewährt hat, verlangt Schadensersatz in
Höhe von drei Milliarden Dollar und warnt alle Unternehmen vor dem
weiteren Einsatz des offenen Betriebssystems und fordert
Lizenzzahlungen. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

SCO


RedHat


IBM

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen