IT Security
Kaum Spam-Filter im Einsatz

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Nur ein Fünftel aller Unternehmen haben irgendeine Art von
Filtertechnologie gegen Spam-Mails im Einsatz, obwohl eine stetig
ansteigende Flut von Junk-Mail die Systeme verstopft. Dies geht aus
einer neuen Sicherheitsumfrage hervor.

IT Security

Nur ein Fünftel aller Unternehmen haben irgendeine Art von
Filtertechnologie gegen Spam-Mails im Einsatz, obwohl eine stetig
ansteigende Flut von Junk-Mail die Systeme verstopft. Dies geht aus
einer von der britischen Handelskammer DTI (Department of Trade and
Industry) durchgeführten Sicherheitsumfrage hervor.

Insgesamt gab
nur eine von fünf Firmen an, per Filter den Ansturm von Spam zu stoppen.
Bei großen Unternehmen steigt diese Ziffer allerdings auf 44 Prozent an,
so das Ergebnis von DTI´s Umfrage “Information Security Breaches 2004”.

Die Hälfte aller befragten Firmen gab an, dass Junk-Mail einen Großteil ihrer
Posteingänge ausmache. Ein Fünftel beklagte sogar einen Anteil von
Spam-Mail von über 50 Prozent aller empfangenen Nachrichten. Über die
Bedeutung der Spam-Belästigung gegenüber Firmen war man
unterschiedlicher Meinung. Während eine von 10 Firmen sie für ein
ernstes Problem hielt, ließ die Sache immerhin ein Drittel der Firmen
völlig kalt. In Zukunft werden sich jedoch immer mehr Firmen damit
auseinander setzen müssen: 55 Prozent der Befragten gehen davon aus,
dass die Spam-Flut weiter ansteigen wird.

John Cheney, Chief
Executive bei BlackSpider Technologies und Spezialist für
E-Mail-Sicherheit, meint, viele Firmen ignorierten schlicht das
tatsächliche Ausmaß von Spam. “Teilweise ist das darauf zurückzuführen,
dass die Spam-Mails ja auf den einzelnen Arbeitsplatzrechnern eingehen
und die IT-Verantwortlichen davon nicht allzu viel mitbekommen. Wenn
sich die Benutzer nicht ausdrücklich an entsprechender Stelle
beschweren, ist die Tragweite auf der Chefetage nicht zu erkennen.”

Simon Perry, Vizepräsident für Sicherheitsstrategien bei der Firma Computer
Associates, von der die DTI-Marktforschung zum Spam-Problem gesponsert
wurde, sagt voraus, dass die meisten Unternehmen schon bald
Filtertechnologien zur Problemlösung akzeptieren werden. “Die
Schmerzgrenze wurde immer mehr hochgeschraubt. Früher hat man uns
Hunderte kleiner Papierschnittwunden zugefügt, heute bekommen wir das
Gesamtwerk Shakespeares um die Ohren gehauen”, so Perrys Kommentar.

Die zunehmende Spam-Welle, die die Unternehmen überschwemmt, wird die Nutzung
von Filtersystemen dramatisch in die Höhe treiben, meint Perry. Die
Befragten glaubten, ein Hauptproblem sei, dass es so einfach ist,
E-Mail-Adressen von Firmen und Nutzern herauszufinden. Allerdings war
man der Meinung, ISPs könnten entschieden aktiver werden bei der
Blockierung von Spams direkt an der Quelle. Einige der Befragten hielten
es auch für eine gute Idee, für Mailversand Gebühren zu erheben, um die
Absender von Massenmails abzuschrecken. Doch das würde nicht viel
helfen, meint Perry. “Das kann immer nur für eine bestimmte Plattform
gelten, nicht jeder verwendet dieselbe Software. Außerdem würden sich
Spammer anpassen und zu Instant Messaging übergehen.” Perry glaubt, zur
Bekämpfung von Spam müsse auch die Gesetzgebung aktiv werden. “Aber dazu
müssten Gesetze verschärft und Übertretungen tatsächlich im Gerichtssaal
verhandelt werden. Hier sehe ich vor 2006 noch keine Veränderungen.”

Das komplette Ergebnis der Umfrage wird auf der InfoSecurity Europe, die noch
diesen Monat im Londener Earls Court Exhibition Centre stattfindet,
veröffentlicht.

Weitere Infos:

DTI


Messe InfoSecurity

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