Gegenklage: Sony reagiert im Patentstreit mit Kodak

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Der verschärfte Konkurrenzkampf im Digicam-Markt spiegelt sich in
mehreren Klagen wegen Patentrechtsverletzungen wieder. Nachdem kürzlich
Kodak gegen Sony klagte, dreht Sony nun den Spieß herum und reichte
seinerseits Klage gegen Kodak ein.

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat eine Gegenklage gegen den
Foto- und Imaging-Spezialisten Eastman Kodak eingereicht. Dem
Unternehmen wird die Verletzung von zehn Patenten für
Navigationsfeatures und die Bildspeicherung bei Digitalkameras
vorgeworfen. Dies teilte Sony heute in Tokio mit.

Kodak soll in
seinen Digicams unter anderem Technologien für die Bildkompression und
die Speicherverwaltung einsetzen, die Sony in den Jahren 1987 bis 2003
schützen ließ. Vor drei Wochen hatte Eastman Kodak eine vergleichbare
Klage gegen den Elektronikkonzern eingereicht.

Beide Firmen
weisen die Anschuldigungen der Gegenseite zurück und beanspruchen die
Nutzungsrechte an den jeweiligen Technologien. Die Kontrahenten
verhandelten bereits seit drei Jahren außergerichtlich, um Einigung in
verschiedenen Patentrecht-Streitigkeiten zu erzielen. Bisher jedoch ohne
Ergebnis. Insgesamt halten die Firmen über 1.000 Patente im Bereich
digitaler Fotografie, die zum Teil ähnliche Technologien schützen.

Die Auseinandersetzung zwischen Sony und Kodak spiegelt die verschärfte
Konkurrenz im Digicam-Markt wieder. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl
der weltweit verkauften Einheiten von 27 Millionen auf 46 Millionen
Stück. Dies nutzen die Patenthalter, um mit Lizenzgebühren hohe Gewinne
zu erzielen, während die Hersteller durch den massiven Preisdruck in dem
Segment immer geringere Margen verzeichnen. (dd)

Weitere Infos:

Sony


Kodak

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