Musikindustrie droht auch in Deutschland mit harten Strafen

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Die deutsche Musikindustrie will es der RIAA nachmachen und die Nutzer
von Filesharing-Programmen verklagen.

Erstmals müssen auch in Deutschland Musikfans, die Lieder in populären
Internet-Tauschbörsen wie Kazaa und Imesh anbieten, damit rechnen, von
der Musikindustrie auf Schadenersatz verklagt zu werden. Nach
Informationen der ‘Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung’ wollen die
Konzerne sich dabei zunächst auf “heavy user” konzentrieren, die mehrere
hundert Stücke anbieten. Die Initiative soll in der kommenden Woche
vorgestellt werden.

Die deutschen Musikriesen folgen mit der
geplanten Klagewelle dem Vorbild USA, wo die Konzerne seit dem
vergangenen Jahr mehr als 1.000 Tauschbörsennutzer, darunter auch Kinder
und alte Menschen, verklagt haben. Einige Betroffene mußten
Schadenersatz von bis zu 7.500 Dollar zahlen. Ähnliche Summen könnten
nun auch in Deutschland verlangt werden.

Hierzulande haben die
Plattenkonzerne bisher nur die Betreiber von Tauschbörsen, nicht aber
ihre Nutzer verklagt. Mit der verschärften Gangart gegen den
Online-Tausch reagieren sie auf die Erosion ihres Marktes. 2003 ist der
deutsche Musikmarkt nach Branchenschätzungen um 20 Prozent eingebrochen.
(dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

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Bundesverband Phono

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