AOL: Abschied von der proprietären Software?

Allgemein

Der Online-Dienst, der von Anfang an auf eine eigene Software gesetzt
hat, soll angesichts enttäuschender Werbeumsätze und rückläufiger
Abonnentenzahlen erwägen, sich auf Web-Standards zu besinnen.

Wie Reuters meldet, soll AOL-CEO Jonathan Miller bei der
Vorstandssitzung im April einen deutlichen Kurswechsel vorschlagen, der
das Mutterunternehmen Time Warner davon überzeugen soll, dass AOL sich
von seiner derzeitigen Schwäche erholen kann. Die unter den Erwartungen
bleibenden Werbeeinnahmen und ein Rückgang der Abonnentenzahl um 10
Prozent allein im Jahr 2003 haben bereits zu Gerüchten geführt, dass
Time Warner sein Online-Unternehmen an Microsoft verkaufen wolle.

Miller will gegensteuern, indem er das AOL-Angebot ausdifferenzieren
möchte. So soll AOL auch reiner Access-Provider werden, während
gleichzeitig zumindest Teile des jetzt exklusiven AOL-Contents auch im
Web verfügbar gemacht werden. Zugleich will AOL bis Ende des Jahres auch
Multimedia-Inhalte anbieten, die mit beliebigen Geräten empfangen werden
können und sich von seiner proprietären Software trennen. (dj/dd)


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