IT Week Beta-Test MVS 2004
Immer mehr Optionen für virtuelle Server

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Mit der Veröffentlichung von Microsoft Virtual Server 2004 (MVS 2004) im
Juni unternimmt das Software-Unternehmen den Versuch, die mit vielen
Vorschusslorbeeren bedachte Server-Virtualisierung zu einem
Mainstream-Thema zu machen.

IT Week Beta-Test MVS 2004

Mit der Veröffentlichung von Microsoft Virtual Server 2004 (MVS 2004) im
Juni unternimmt das Software-Unternehmen den Versuch, die mit vielen
Vorschusslorbeeren bedachte Server-Virtualisierung zu einem
Mainstream-Thema zu machen.

In der Mainframe-Welt ist die
Virtualisierung seit langem bekannt. Sie erlaubt es einem bestimmten
Betriebssystem, als Host für eine Reihe weiterer Betriebssysteme zu
agieren, die nicht notwendigerweise vom selben Typus sind. Diese
Technologie hat verstärkte Aufmerksamkeit gefunden, da sie eine
Möglichkeit bietet, Server-Ressourcen zu poolen und die Verwaltung von
Workload zu vereinfachen.

Microsoft hofft, dass sich die
Technologie mittels MVS 2004 weiter verbreitet. Das Programm basiert auf
einer Technologie, die von Connectix erworben wurde, und wird im
Windows-Bereich mit dem GSX Server-Produkt des
Virtualisierungsspezialisten VMware konkurrieren. MVS könnte sich als
billiger erweisen, ihm fehlt allerdings die breite Abdeckung des
Produktes von VMware. Microsoft hat noch nichts zu den Lizenzgebühren
angekündigt; sie müssten allerdings scharf kalkuliert sein, um die
Linux-basierten Angebote von VMware zu unterbieten.

IT Week Labs
haben eine Beta-Version von MVS 2004 getestet. Der noch nicht
vollständige Code lief nur unter Windows Server 2003, während die
Browser-basierte Steuerungskonsole nur unter Windows XP funktionierte.
Microsoft teilt allerdings mit, dass in der endgültigen Version auch
Windows 2000 Professional und Windows 2000 Server unterstützt werden.
Microsoft hofft, dass Nutzer von Windows NT4 und Windows 2000 Server MVS
implementieren werden, um eine Migration vorhandener Anwendungen auf
Windows Server 2003 zu unterstützen.

MVS könnte Microsoft
die Möglichkeit bieten, den Support für NT4 mit minimalen Kosten zu
erweitern, da der Hosting-Prozess bedeutet, dass nur eine virtuelle
Hardware-Konfiguration unterstützt werden muss. Allerdings hat das
Unternehmen angekündigt, dass der Support für NT4 unter MVS am
Jahresende eingestellt wird, zusammen mit dem Support für konventionelle
NT4-Installationen.

MVS ist optimiert für das Hosting von
Windows, und es ist wenig überraschend, dass Support für virtuelle
Server und Anwendungen unter Linux von Microsoft nicht angeboten wird.
Mark Tennant von Microsoft meint jedoch, dass das Anwendungs-Hosting auf
virtuellen Servern keine Auswirkungen auf den technischen Support für
die Business-Anwendungen wie Exchange 2003 haben werde. User, die unter
MVS auf eine Open-Source-Anwendung wie Sendmail zugreifen, werden
weiterhin eine Windows 2003 Client Access Licence (CAL) benötigen.

“Wenn Sie eine langfristige Strategie für die Entwicklung der Virtualisierung
durch das Datenzentrum haben oder wenn Sie komplexe Server-Umgebungen
verwalten müssen, ist VMware die bessere Option,” meint Neil Macehiter
von der Analystenfirma Ovum. “Wenn Sie als Unternehmen bereits mit
Microsoft-Produkten arbeiten, kann es Kostenvorteile bei der Wahl des
Microsoft-Angebots geben, das umfassende Desktop-Upgrades oder die
Wiederbelebung von Server-Plattformen beinhaltet.”