Experten halten Schaden durch Windows-Sourcecode-Verbreitung für gering

BetriebssystemSicherheitWorkspace

Mehr als einen Monat, nachdem Teile des Sourcecodes von Windows 2000 und
NT im Internet veröffentlicht wurden, sind die befürchteten Großattacken
ausgeblieben. Daran wird sich nach Expertenmeinung auch nicht viel
ändern – nicht zuletzt, weil die Microsoft-Produkte auch so genügend
Angriffsflächen bieten.

Berichte, dass des in den letzten Tagen zahlreiche Angriffe auf
Windows-Schwachstellen gegeben habe, hat der Security-Experte Bruce
Schneier gegenüber dem Sydney Morning Herald zurückgewiesen. Schneier
geht davon aus, dass ohnehin vorhandene Sicherheitslücken jetzt mit der
Sourcecode-Veröffentlichung in Verbindung gebracht würden. Tatsache sei
aber, dass es auch ohne diese Panne genügend Angriffstellen in den
Betriebssystemen gebe.

Andere Experten stimmen zu, dass es zwar
zur Entdeckung neuer Lücken gekommen sei, diese jedoch nicht gravierend
seien. Als unkluger Schachzug gilt die Warnung von Microsoft, sich den
Sourcecode aus dem Internet zu besorgen: Wer damit Schaden anrichten
wolle, habe ihn sowieso bereits, und alle Gutwilligen, die sich an der
Fehlersuche beteiligen wollten, würden abgeschreckt. (dj/dd)


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