CeBIT 2004: Immer mehr stromfressende Geräte ohne Netzschalter

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Viele auf der CeBIT vorgestellte Geräte verbrauchen auch dann Strom,
wenn sie nicht gebraucht werden, und treiben so die Stromrechnung in die
Höhe.

Das Umweltbundesamt (UBA) kritisiert: Viele Geräte verbrauchen auch dann
Energie, wenn sie nichts tun oder nicht gebraucht werden – im Leerlauf.
Über 3,5 Milliarden Euro werden so nutzlos Jahr für Jahr verschwendet –
Tendenz steigend. Das betrifft nicht nur Geräte im Stand-by-Modus,
sondern auch Geräte, die ausgeschaltet sind und trotzdem Strom
verbrauchen. Einige dieser Geräte besitzen gar keinen Schalter, zum
Beispiel Steckernetzteile. Andere lassen sich mit dem Geräteschalter
nicht gänzlich vom Netz trennen, sondern verbrauchen ständig Strom, so
ein Sprecher heute in Berlin. Erst die Stromrechnung bringe dann den
Energiedurst an den Tag.

Es gibt Lautsprechersysteme mit
eingebautem Verstärker, die im Bereitschaftsbetrieb ständig fast 50 Watt
an Leistung aufnehmen, ohne auch nur einen einzigen Ton von sich zu
geben. Im Jahr schlägt das mit fast 70 Euro zu Buche. Millionen neuer
Geräte aus der Datenverarbeitung und der Unterhaltungselektronik
belasten die Stromrechnung ebenfalls völlig unnötig. Da hilft es wenig,
dass manche neuen Geräte für ihre eigentliche Funktion weniger Strom
verbrauchen als die Vorgängermodelle.

Das UBA fordert,
diesem Stromklau ein Ende zu machen. Jedes Elektro- und Elektronikgerät
muss einen Netzschalter haben, der einfach zugänglich, gut sichtbar und
eindeutig gekennzeichnet ist. Ein mit ihm ausgeschaltetes Gerät darf
keinen Strom verbrauchen.

Nicht nur bei der Gerätetechnik müsse
sich einiges tun, sondern auch bei der Information. Im allgemeinen weiß
der Käufer bei den Geräten der Unterhaltungselektronik, der
Informations- und der Kommunikationstechnik nicht, welche Kosten ihn
oder sie erwarten, welche Geräte energieeffizient sind und welche nicht.
Die Informationen zu energiesparenden Geräten seien lückenhaft und
reichten bei weitem nicht aus. Der Verbraucher müssen nach Ansicht des
UBA vor dem Kauf einfach erkennen können, welche Betriebszustände
einzelne Geräte haben und wie viel Watt sie in diesen aufnehmen. Dies
kann eine Pflichtkennzeichnung erreichen, die die Verbraucher umfassend
informiert und regelmäßig dem Stand der Technik angepasst wird. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

Umweltbundesamt

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