SANmelody von DataCore
Virtueller Speicher mit iSCSI

IT-ManagementIT-ProjekteNetzwerk-ManagementNetzwerke

Mit Hilfe von SANmelody von DataCore können Unternehmen billigere,
flexiblere Speicher mit Standard-LAN-Hardware aufbauen.

Neu zur CeBIT 2004

SANmelody von DataCore

Mit Hilfe von SANmelody von DataCore können Unternehmen billigere,
flexiblere Speicher mit Standard-LAN-Hardware aufbauen.

DataCore
wird in dieser Woche SANmelody auf den Markt bringen, ein
Speicher-Virtualisierungs-Tool, das es ermöglicht, einen Windows-Server
als iSCSI-Speicher-Server zu benutzen, genauer gesagt als iSCSI-Target.
Zu den kostenpflichtigen Optionen zählen asynchrones
Server-zu-Server-Spiegeln, Snapshot-Backups und automatische Vorsorge.

ISCSI ist zwar noch ein ziemlich neuer Standard, wird aber mit aller
Wahrscheinlichkeit schon bald weit genutzt werden. Daher sollten sich
Unternehmen jetzt schon praktische Erfahrungen im Umgang mit dieser
strategisch signifikanten Technologie verschaffen, indem sie die
kostenlose Testversion von SANmelody evaluieren.

Für SANmelody
wird ein Server mit Windows Server 2003 Enterprise Edition benötigt, der
mit einer Netzwerk-Schnittstellenkarte und mindestens 512 MB RAM
ausgerüstet ist. Es gibt seitens der Software keine Einschränkungen
hinsichtlich des Festplattentyps, so dass eher eine kostengünstige
Serial-ATA-(Sata)-Festplatte genutzt werden sollte als eine relativ
teure SCSI-Festplatte. Angesichts der Preisunterschiede zwischen diesen
Festplattentypen könnte ein Unternehmen einen Sata-basierten
iSCSI-Server zum Preis einiger SCSI-Festplatten aufbauen.

Typische Sata-Festplatten mit einem Speicherplatz von 150 GB kosten
beispielsweise weniger als 150 Euro, während SCSI-Festplatten mit einem
Speicher von 70GB das Vierfache kosten.

DataCore bietet auf
seiner Website eine kostenlose Probeversion an, zu der allerdings nicht
die optionalen Funktionen gehören, die SANmelody von verschiedenen
Open-Source-iSCSI-Target-Softwareprojekten unterscheiden. Zur
Vollversion von SANmelody gehört beispielsweise die Möglichkeit,
virtuelle 2-Terabyte-Volumes anzulegen. Das ermöglicht es SANmelody,
Volumes so zu allokieren, dass das Volume nicht die gesamten 2TB belegt,
sondern nur den tatsächlich benutzten Platz auf der Festplatte. Diese
nützliche Funktion und das asynchrone Remote-Spiegeln von Daten sind
wahrscheinlich die beiden Gründe, weshalb Unternehmen eher SANmelody
kaufen werden als eine Open-Source-Alternative zu verwenden. Aber auch
die kostenlose Download-Version enthält alles, was für einen
vollfunktionalen iSCSI-Speicher-Server benötigt wird; sie ist außerdem
sehr schnell und leicht zum Laufen zu bringen.


SANmelody im Praxistest

SANmelody von DataCore

Die Test-Software wurde auf einem Server mit zwei 3.3GHz-Xeon-Chips und
2 GB RAM installiert. Außerdem war der Server mit zwei
150GB-SCSI-Festplatten und einem Raid-Controller ausgerüstet. Davon
wurden nur etwa 10GB von der Windows-Partition genutzt.

Leider
empfiehlt DataCore, dass SANmelody nicht dieselben
Festplattenmechanismen nutzen sollte wie das Windows-Betriebssystem, so
dass für die iSCSI-Clients ein dritter SCSI-Mechanismus auf dem Server
hinzugefügt werden musste.

Die mitgelieferte Dokumentation
ist umfassend und enthält eine schrittweise Schnelleinführung, die sehr
leicht durchzuarbeiten ist. Allerdings fehlten auf der dritten Seite
Details über die Schaltfläche, mit der Änderungen aktiviert werden, so
dass die Installation nicht fortgeführt werden konnte. Das Problem ließ
sich jedoch mit einem kurzen Anruf beim DataCore-Support lösen; weitere
Anrufe waren nicht erforderlich.

Für Installation und
Konfigurierung von SANmelody sowie die Konfigurierung eines
Anwendungs-Servers für die Verwendung von iSCSI und die Anbindung an den
Speicher wurde etwa eine Stunde benötigt. Beeindruckend waren vor allem
die Microsoft Management Console(MMC)-basierten Tools von SANmelody, die
eine sehr einfache Einrichtung von Speicher auf verschiedene Server
erlaubte. Dieser Prozess war wesentlich einfacher als bei anderen Fibre
Channel-basierten Software-Paketen.
Leider war es nicht möglich, die
Einrichtung virtueller Volumes und Funktionen zum asynchronen Spiegeln
zu testen, da diese nicht zur Download-Testversion gehören.

Die Beta-Software hat auch noch einige Schwachstellen. Bei einem
Neustart zeigt SANmelody beispielsweise eine Warnung, dass zuerst sein
Dienst beendet werden müsse. Es wäre hilfreicher gewesen, wenn das
System einen Link zu einer passenden Software-Utility angeboten hätte.


Weitere Artikel zum Thema:


SAN-Krankheiten werden virtuell kuriert


Speichersysteme werden vernetzt


Die Zukunft der Datenspeicherung


Protokoll reduziert SAN-Kosten


Das iSCSI A und O