Mehr Urheberrechts-Verletzungen, aber auch mehr Gefängnisstrafen für Raubkopierer

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Wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU)
meldet, nahm das illegale Vervielfältigen digitaler Inhalte im Jahr 2003
stark zu allerdings wehren sich die Urheber: Es gab auch mehr Geld- und
Gefängnisstrafen als in den Jahren zuvor.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU)
sieht sich erfolgreich im Kampf gegen Raubkopierer. In den Fällen, bei
denen die GVU beteiligt war, seien von deutschen Gerichten Geldstrafen
im Gesamtvolumen von mehr als einer halben Million Euro wegen Verletzung
des Urheberrechts verhängt wurden.

Zwar sei die Mehrzahl der
Verfahren unter Auflagen wie Geldzahlung oder Einziehung der
beschlagnahmten Kopien, Computer und Brenner, eingestellt wurden,
allerdings stieg auch die Anzahl der Strafverfahren, die mit
Gefängnisstrafen abgeschlossen wurden von 23 auf 51. Grund hierfür ist
der GVU zufolge, dass man verstärkt Zugang zu den organisierten Kreisen
der digitalen Piraten erlangt hat.

Den Trend zu digitalen Medien
spiegeln die beschlagnahmten Datenträger wieder. Im Bereich Film änderte
sich das Verhältnis von digitalen Datenträgern zu analogen
Videokassetten in der Zeit von 2001 bis 2003 von 1 zu 4 (16.305 : 64.256
) auf 9 zu 1 (206.257 : 23.924). (dd)

Weitere Infos:

GVU

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