Spam-Filter blockieren zu 19 Prozent wichtige E-Mails

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Bei der Spam-Bekämpfung bleiben zunehmend auch wichtige Mails auf der
Strecke. Die Spammer passen ihre Methoden schnell an veränderte Filter
an.

Internet-Nutzer laufen verstärkt Gefahr, durch immer aggressivere
Spam-Filter auch wichtige elektronische Post zu verlieren. Vor allem
Newsletter und angeforderte Produktinformationen werden häufig nicht in
den Posteingang durchgelassen. Laut einer gestern in New York
vorgestellten Statistik des E-Mail-Dienstleisters Return Path erreichen
inzwischen 19 Prozent aller E-Mail, die von den Kunden des Unternehmens
versandt werden, nicht mehr das Standard-Postfach der Empfänger. Dies
entspricht einer Steigerung um 3,7 Prozent gegenüber einem
Vergleichswert aus dem Jahr 2002. Lediglich ein kleiner Teil davon geht
durch technische Probleme verloren.

Die Hersteller von
Spam-Filtern versuchen meist typische Eigenschaften unerwünschter Post
zu erkennen. Dazu gehört unter anderem die Filterung bestimmter
Stichwörter wie “Viagra” oder “Penis” aber auch die Verwendung
variierender Absender-Adressen. Diese Methode hat meist nur
kurzfristigen Erfolg, da sich Spammer schnell auf neue Suchmuster der
Filter einstellen, und andere Schreibweisen verwenden, oder Texte als
Bilder in HTML-Mail verschicken. Systeme mit integrierter
selbstlernender “Intelligenz” sind dagegen dünn gesät.

Zahlreiche große Unternehmen der IT-Branche arbeiten deshalb an
Filter-Methoden, die nicht auf der Prüfung einzelner Nachrichten
beruhen. So schlug Microsoft beispielsweise mit “Penny Black” ein System
vor, das auf einer doppelten Versandbestätigung durch den Absender
beruht, die sich nur schlecht vollautomatisiert betreiben lässt. Die
Daten Return Paths beruhen auf der Untersuchung des E-Mail-Verkehrs von
100 Business-Kunden. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

Infos zum Thema:

Return Path

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