Modding mit Licht und Lüftern
Leise PC-Gehäuse

KomponentenWorkspace

Der Nexus Breeze saugt unten Frischluft an und drückt sie oben wieder raus. Dafür wurden zwei 120mm-Lüfter verbaut, die sehr leise sind.

Luftstromführung

Modding mit Licht und Lüftern

Um leise und kühle PC-Gehäuse zu bekommen, lassen sich Entwickler und Ingenieure immer wieder neue Tricks einfallen. Die Luftstromführung beim Nexus Breeze hat sich der Hersteller patentieren lassen. Ein Standardgehäuse saugt vorn die Luft über Schlitze und Lüfter an und schiebt sie hinten über das Netzteil oder zusätzliche Gehäuselüfter wieder raus. Das Nexus Breeze greift das thermische Prinzip auf, warme Luft steigt nach oben. Ein 120-mm-Lüfter mit Aluminiumfilter, unten im Boden angebracht, zieht kühle Luft an und drückt sie nach oben durchs Gehäuse. Der so erreichte Luftstrom hat einen Vorteil: Das Hitzepolster bei den Steckkarten wird verwirbelt, abgetragen und nach oben zum Netzteil transportiert. Herkömmliche Systeme blasen von vorn nach hinten. Heiße Grafikkarten, die keinen Abluftkanal über das Slotblech haben, erzeugen beim Grafikkartenlüfter und Kühlkörper ein Hitzepolster. Der herkömmliche Luftstrom von vorn presst jetzt die Hitze hinten gegen die Rückwand. Zwischen den Steckkarten bildet sich ein Hitzestau. Die Idee des Nexus Breeze ist gut, bietet aber keine Idealbedingungen für schnelle und hitzige Festplatten. Da vorn kein Lüfter vorgesehen ist und der Festplattenkäfig nur als Festhalterahmen für die Schrauben dient, werden schnelle Platten sicher schnell warm.


Der Luftstrom

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Zwar zeigt das Schaubild des Herstellers Thermikpfeile, die auch den Luftstrom von den Laufwerken symbolisieren. In der Praxis bringt der direkte Luftstrom eines Festplattenlüfters aber deutlich mehr und sichert Temperaturen unter 50 Grad. Beschränkt man sich auf Silent-Komponenten passiv gekühlte Grafikkarte und Festplatten mit langsamen 5400 U/min , geht das Konzept auf. Der Nexus Breeze ist ein Silent-Gehäuse, die Schalldämmung durch Schaumstoff gehört natürlich dazu. Für viele Laufwerke, stärkste CPU und dickste Grafikkarte ist sowieso nicht genug Leistung vorhanden. Das verbaute Real-Silent-NX-3500-Netzteil mit 120-mm-Lüfter ist leise, die 350 Watt reichen für beste Hightechkomponenten bei Dauerlast kaum noch aus. Ein leises 400-Watt-Netzteil wird extra angeboten. Die Verarbeitung ist sehr gut. Eine Rändelschraube hält das Oberteil fest, das sich nach dem Lösen der Schraube nach hinten wegschieben lässt. Die Seitenteile sind mit einem Kunststoffgriff versehen, der gleichzeitig als Hebel funktioniert. Hochklappen, hineingreifen, festhalten und die Seitenteile lassen sich nach oben wegziehen. Das Dämmmaterial stört nicht und verkleidet die Gehäuseflächen dezent. Schrauben und Befestigungsmaterial liegen bei. Die senkrechte Strebe ist hohl, worin sich bequem eine Kaltlichtröhre mit 30 Zentimetern oder Kabel verstecken lassen. Zur Beleuchtung haben wir unten zwei grüne Kaltlichtröhren verbaut. Glücklicherweise hat A. C. Ryan welche mit 20 Zentimetern herausgebracht. 30 Zentimeter hätten in der Länge nicht gepasst. Infos zum Silent-Gehäuse gibt es bei
www.nexustek.de
.

Eine lange Kaltlichtröhre mit 30 cm hat bequem in der senkrechten Verstrebung Platz. Die Laufwerke schraubt man mit Einbauschienen fest.


Twinset-Kaltlichtröhren

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A. C. Ryan Twinset-Kaltlichtröhren 20 cm rot, grün und blau

10 und 30 Zentimeter Länge sind ja bekannt. Da immer mehr Midi-Gehäuse und Barebones verkauft werden, ist eine Zwischengröße dringend notwendig. Mit den neuen 20-Zentimeter-Kaltlichtröhren ist man beim Beleuchten der Gehäuse deutlich flexibler. Die Röhren passen dorthin, wo 30er zu lang sind und man dennoch nicht auf maximale Lichtstärke verzichten will. Die Twinsets kosten mit Inverter bei
www.caseking.de
in Rot, Grün oder Blau 11,90 Euro. Klebematerial, Zweigstecker, Slotblech mit Ein- und Ausschalter oder geräuschsensitiver Einstellung liegen bei.


Aerocool 80 mm Aerofan

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Die Centaurus-Serie gibt es in drei Ausführungen: silberchrom, schwarz und blau-transparent. Alle drei Varianten sind mit blauen LEDs und oval-futuristischem Lüftergitter ausgestattet. Der schwarze Aerocool gibt den Leuchteffekt nur nach oben ab. Beim verchromten gibt es zusätzlich einen leichten, beim blauen einen sichtbaren Schimmer im Rahmen. Alle drei Lüfter sind mit 2000 U/min superleise. Die Rahmen werden verschraubt und sehen selbst außen an ein Barebone- oder PC-Gehäuse geschraubt genial aus. Ideal sind sie auch als CPU-Lüfter für Hightech-Kühlkörper geeignet. Mit langen Schrauben sollte die Befestigung kein Problem sein, kurze Schneidschrauben liegen bei. Der ovale Rahmen ist mehr als 80 Millimeter groß. Ist zwischen den Halterungen oder Bohrungen bei Doppel-Gehäuselüftern nicht genug Platz, passt nur ein Aerocool hin. In Clip-Halterungen passen sie gar nicht. Bei www.caseking.de für 10,90 Euro pro Stück.


A.C. Ryan Blackmagic

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A.C. Ryan Blackmagic Farbe UV blau, grün & rot

Wer seinen PC nicht dauernd leuchten sehen will, arbeitet mit Schwarzlicht. Erst wenn UV-Licht aktiviert wird, erstrahlen die reaktiven Flächen. Den letzten Schliff bekommen Komponenten und Gehäuse mit UV-Farben. A. C. Ryan hat Dosen mit 30 Millilitern acrylbasierender Farbe im Angebot. Im Test: rot, blau und grün. Rot wird nicht mehr geliefert und durch Orange ersetzt. Die getesteten Farbtöne sehen unter Normallicht dunkel und unscheinbar aus. Sie sind aber nicht transparent, was damit bestrichen wird, ist deutlich sichtbar. Das Aufbringen mit einem feinen Pinsel ist sehr einfach. Oberflächen wie Stahl, Papier und Kunststoff lassen sich problemlos und deckend bestreichen. Die Farben trocknen schnell und werden zäh. Mit Schwarzlicht bestrahlt, glühen die wasserfesten UV-Farben richtig feurig. Der Leuchteffekt ist genial, die Farben lassen sich mischen, wodurch zahlreiche Kombinationen möglich werden. Pro Topf verlangt
www.caseking.de
7,90 Euro.